Am vergangenen Donnerstagmorgen fand in der Mensa unserer Schule eine Autorenlesung für die neunten Klassen statt, die durch Katja Knoche, Leiterin des Hauses der Wissenschaft der Universität Siegen, organisiert wurde. Zu Gast war Christian Linker, der seinen Roman Wenn die Welt unsere wäre vorstellte.
Zu Beginn erzählte der Autor von seiner Arbeit als Schriftsteller und bat darum, später nicht nur Fragen zu stellen, sondern ihm auch ein Feedback zu den Inhalten des Romans zu geben. Anschließend las er mehrere spannende Abschnitte aus dem Buch vor. Jeder Abschnitt behandelte eine der drei Hauptfiguren und ihre Lebensbedingungen. So berichtet Harry etwa von seinen Erfahrungen während der NS-Zeit, während die DDR-Protagonistin Jennifer zur Umerziehung in den Jugendwerkhof Torgau eingewiesen wird. Nadiem, ein Flüchtling, muss sich hingegen in der heutigen Zeit mit Vorurteilen und Anfeindungen auseinandersetzen.
Mit seiner lebendigen Art gelang es Christian Linker, das Publikum zu fesseln und Interesse an der Geschichte zu wecken.
Im Anschluss an die Lesung hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Der Autor beantwortete diese ausführlich und berichtete unter anderem über den Entstehungsprozess des Romans, seine Inspirationen und seinen Alltag als Schriftsteller. Besonders beeindruckt zeigte sich Christian Linker von den zahlreichen interessierten und durchdachten Rückfragen der Schülerinnen und Schüler. Er betonte, dass ihm der Austausch großen Spaß gemacht und er länger als sonst aus seinem Roman vorgelesen habe.
Die Autorenlesung war für alle Beteiligten eine interessante und abwechslungsreiche Veranstaltung. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich begeistert und wurden dazu angeregt, sich näher mit dem Roman zu beschäftigen.