News AUS DER OBERSTUFE

Spanische Kultur zum Genießen (07.07.2026)

Heute wurde es in den beiden Spanischkursen der EF kulinarisch: Gemeinsam bereiteten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Tapas zu und lernten so ein Stück spanischer Esskultur ganz praktisch kennen. Begleitet von spanischer Musik entstand eine authentische Atmosphäre, die zum Genießen und Austauschen einlud. Die gute Stimmung war während der gesamten Stunde spürbar – alle hatten viel Freude und konnten die spanische Kultur mit allen Sinnen erleben.

Abitur zwischen Nimmerland und neuen Wegen – EBeGe verabschiedet Abiturjahrgang 2026 (06.07.2026)

Die Esther-Bejarano-Gesamtschule verabschiedete am Freitag, den 3. Juli 2026, ihren Abiturjahrgang in einer außergewöhnlichen Atmosphäre. Insgesamt erhielten 20 Schülerinnen und Schüler auf der Freilichtbühne Freudenberg ihre Abiturzeugnisse. Die Bühne, die derzeit als Kulisse für die Inszenierung „Nimmerland – Die Suche nach Peter Pan“ und „Störtebecker – Im Auftrag der Hanse“ dient, verlieh der Abschlussfeier einen besonderen Rahmen und machte den Nachmittag zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Absolventinnen und Absolventen, ihre Familien sowie die Lehrkräfte.

 

Mit einem augenzwinkernden Einstieg eröffneten die Moderatorinnen Lina Güldenring und Jolina Euteneuer die Feier: Sie fragten ChatGPT, wie eine perfekte Abiturzeugnisvergabe aussehen sollte. Die Antworten der Künstlichen Intelligenz sorgten für viele schmunzelnde Gesichter im Publikum und griffen zugleich ein Thema auf, das den Jahrgang während seiner gesamten Qualifikationsphase begleitet hatte. Passend dazu griff Schulleiter Reto Stein in seiner Ansprache die Veränderungen einer immer schneller werdenden Welt auf. Mit Bezug auf die Stücke „Nimmerland“ und „Störtebecker“ ermutigte er die Absolventinnen und Absolventen, neue Wege zu gehen, Verantwortung zu übernehmen und Demokratie aktiv mitzugestalten. Dabei erinnerte er an die Werte der Namensgeberin der Schule, Esther Bejarano, und dankte den Eltern für ihre Unterstützung.

 

Auch Bürgermeisterin Nicole Reschke überbrachte die Glückwünsche der Stadt Freudenberg. In ihrer Ansprache erinnerte sie daran, dass jede und jeder den eigenen Weg durch die Schulzeit gefunden habe – ob mit Gelassenheit oder mit manchen Sorgen. Entscheidend sei, dass alle nun ihr Ziel erreicht hätten und mit Zuversicht in den nächsten Lebensabschnitt starten können.

 

Den musikalischen Rahmen gestaltete die EF-Schülerin Piri Muhl, die mit ihrer Interpretation der Lieder „Valerie“ von Amy Winehouse und „When we were young“ von Adele für stimmungsvolle Momente sorgte und dafür viel Applaus erhielt.

 

Im Namen ihres Jahrgangs blickte Stufensprecherin und „Stufenmutti“ Arzu Kilic auf die gemeinsame Oberstufenzeit zurück. Sie erinnerte an Theaterstücke und den Filmdreh im Literaturunterricht sowie daran, wie weit entfernt das Abitur zu Beginn noch schien und wie schnell die vergangene Zeit schließlich verging.

 

Oberstufenkoordinator Martin Link erinnerte an zahlreiche gemeinsame Erlebnisse, insbesondere an die Stufenfahrt nach Italien. Dabei erzählte er von der Rückreise, bei der Busfahrer Murat den Gotthardtunnel noch vor dessen Sperrung um 20 Uhr erreichen musste. In dieser Situation habe der gesamte Jahrgang bewiesen, dass auf ihn Verlass sei. Alle hätten gemeinsam an einem Strang gezogen und gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt sei. Herr Link dankte dem Kollegium für die Begleitung des Jahrgangs und den Eltern, für die die vergangenen zwei Jahre manchmal einem „emotionalen Gotthardtunnel“ geglichen hätten. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Welt Menschen brauche, die auch unter Zeitdruck ruhig bleiben und gemeinsam „funktionieren“ können.

 

Stufenleiterin Melanie Hoffmann erinnerte an die vielen kleinen Momente, die den Schulalltag geprägt haben. Besonders hob sie den stets liebevoll gestalteten Stufenraum hervor, der mit Lichterketten und Dekoration zu einem Ort der Gemeinschaft geworden war.

 

Schließlich kam es zur Vergabe der Ehrungen durch den Förderverein und die Schule. Als beste Absolventinnen und Absolventen wurden Lina Güldenring, Arzu Kilic und Leon Klöckner ausgezeichnet. Lina erhielt zudem einen Sonderpreis im Fach Philosophie für beste Leistungen. Für ihren besonderen Einsatz in der Schulgemeinschaft wurden Maithe Saintima, Mia Bathe und Maximilian Boehme geehrt. Außerdem wurden Sina Hekter, Lina Güldenring, Maithe Saintima, Paul Werner und Ole Ohrndorf für ihr langjähriges Engagement in der Schulband „Endless Cure“ ausgezeichnet.

 

Den Höhepunkt des Nachmittags bildete anschließend die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse. Unter großem Applaus nahmen die Absolventinnen und Absolventen ihre Zeugnisse entgegen und ließen diesen besonderen Moment bei den traditionellen Abschlussfotos gemeinsam mit ihren Familien, Freundinnen und Freunden sowie den Lehrkräften festhalten.

 

Den Ausklang fand der Tag beim gemeinsamen Abiball in Hünsborn. Dort trat die Schulband, die den Jahrgang in den vergangenen Jahren musikalisch begleitet hatte, ein vorerst letztes Mal gemeinsam auf und setzte damit einen stimmungsvollen Schlusspunkt unter die gemeinsame Schulzeit. Für einen besonderen Moment sorgte dabei der ehemalige Kollege Julian Puchelt, der die Schulband in der Vergangenheit entscheidend mitgeprägt und gestaltet hatte und zum runden Abschluss gemeinsam mit der Band auf der Bühne stand.


Zwei Schulen bündeln ihre Stärken: Freudenberg und Wenden bauen Oberstufenkooperation aus (26.06.2026)


Die Esther-Bejarano-Gesamtschule Freudenberg und die Gesamtschule Wenden intensivieren ihre Zusammenarbeit in der gymnasialen Oberstufe. Die Schulleitungen beider Schulen stellten heute den strategischen Ausbau ihrer Kooperation ab dem Schuljahr 2026/27 vor. Ziel der interkommunalen Partnerschaft ist es, Schülerinnen und Schülern ein noch breiteres Fächerangebot, größtmögliche Wahlfreiheit und langfristige Planungssicherheit auf dem Weg zum Abitur zu bieten.

 

Die Zusammenarbeit knüpft an die bereits erfolgreich etablierten gemeinsamen Projektkurse in der Qualifikationsphase an und entwickelt diese konsequent weiter. Durch die Bündelung der Ressourcen und Kompetenzen beider Schulen entsteht ein attraktives und zukunftsorientiertes Bildungsangebot für Jugendliche in der Region.

 

Breiteres Angebot durch gemeinsame Stärke

 

Die Kooperation vereint zwei modern ausgestattete Schulstandorte mit langjähriger Erfahrung in der gymnasialen Oberstufe. Gemeinsam bringen die Schulen ihre jeweiligen Schwerpunkte in den Bereichen Sport, Digitalisierung, Berufsorientierung, Naturwissenschaften und projektbezogenes Lernen ein.

 

Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet dies vor allem mehr Möglichkeiten bei der individuellen Gestaltung ihrer Schullaufbahn. Ein abgestimmtes Kurssystem erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Wunschfächer und fachliche Schwerpunkte dauerhaft angeboten werden können. Bereits bestehende Angebote wie Sport als viertes Abiturfach werden gesichert und perspektivisch durch zusätzliche Leistungskurse ergänzt.

 

„Aus zwei starken Oberstufenprofilen entsteht ein noch leistungsfähigeres und zukunftsorientiertes Angebot“, betonen die Schulleitungen Svenja Hillmann und Reto Stein. „Diese Kooperation ist eine gemeinsame Investition in die Qualität und die konkreten Zukunftschancen der Jugendlichen in unserer Region.“

 

Klare Organisation für einen reibungslosen Schulalltag

 

Um zusätzliche Belastungen für die Lernenden zu vermeiden, setzt das Kooperationsmodell auf gebündelte Unterrichtszeiten statt auf tägliche Standortwechsel. Der gemeinsame Unterricht wird an einem Langtag sowie an einem weiteren Nachmittag an der Gesamtschule Wenden stattfinden.

 

Die Schülerbeförderung zwischen den Standorten wird in enger Abstimmung mit dem Schulträger der Stadt Freudenberg organisiert. So werden die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, damit die Schülerinnen und Schüler unkompliziert und verlässlich am Kooperationsunterricht teilnehmen können.

 

Starkes Signal für die Bildungsregion

 

Mit dem Ausbau ihrer Zusammenarbeit setzen beide Schulen ein deutliches Zeichen für eine moderne, vernetzte und zukunftssichere Bildungslandschaft. Gleichzeitig stärken sie die individuellen Bildungswege ihrer Schülerinnen und Schüler und schaffen zusätzliche Perspektiven für den erfolgreichen Weg zum Abitur.

Kontakt bei Rückfragen

Herr Link, Oberstufenkoordinator

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Exkursion nach Buchenwald (11./12.02.2026)

Am Mittwoch, den 11.02.2026, unternahmen wir als Jahrgangsstufe Q2, gemeinsam mit vielen freiwilligen Schülerinnen und Schülern der EF und der Q1, eine zweitägige Exkursion nach Weimar und zur Gedenkstätte Buchenwald. Die Fahrt wurde von Herr Mühlhaus organisiert und bot die Möglichkeit, uns intensiv mit dem Thema Zwangsarbeit und der Geschichte des Konzentrationslagers Buchenwald auseinanderzusetzen.

 

Wir trafen uns morgens um viertel nach acht an der Schule und starteten wenig später mit dem Bus in Richtung Weimar. Gegen frühen Nachmittag erreichten wir die Stadt. Nach unserer Ankunft bezogen wir zunächst unser Hostel. Danach trafen wir uns erneut und gingen gemeinsam zum Museum „Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“, das sich in unmittelbarer Nähe unserer Unterkunft befand. Da wir eine große Gruppe waren, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe besuchte das Museum, während die Andere an einer Stadtführung zum Thema Zwangsarbeit in Weimar teilnahm.

 

Während der Führung erkundeten wir trotz leichten Regens die Altstadt Weimars. Dabei erfuhren wir, dass nicht nur im Konzentrationslager Buchenwald, sondern auch direkt in der Stadt Zwangsarbeiter eingesetzt wurden, welche schwere körperliche Arbeit verrichten mussten. Besonders eindrucksvoll waren historische Bilder, auf denen die Kleidung der Zwangsarbeiter zu sehen war. Teilweise trugen sie ihre eigene Kleidung, da nicht genügend Häftlingskleidung vorhanden war. Im Verlauf der Führung kamen wir auch am Deutschen Nationaltheater vorbei, vor dem die bekannten Statuen von Goethe und Schiller stehen. Uns wurde erklärt, dass Weimar als Kulturstadt, die „Stadt der Dichter und Denker“, bekannt ist und auch bei den Nazis sehr beliebt war. Auch Adolf Hitler schätzte Weimar als kulturelles Zentrum und investierte in den Ausbau der Stadt. Gerade dieser Kontrast, zwischen kulturellem Erbe und den nationalsozialistischen Verbrechen in unmittelbarer Nähe, wirkt bis heute sehr bedrückend.

 

Nach der Führung trafen wir uns wieder mit der anderen Gruppe und kehrten anschließend ins Hostel zurück. Am Abend gingen einige von uns noch gemeinsam in ein italienisches Restaurant am Marktplatz essen. Danach ließen wir den Abend in der Stadt ausklingen, bevor wir später in unsere Unterkunft zurückkehrten.

 

Am nächsten Morgen räumten wir unsere Zimmer, frühstückten im Hostel und fuhren gegen halb zehn weiter zur Gedenkstätte Buchenwald. Dort angekommen, versammelten wir uns zunächst in einem Vortragsraum. Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte hielten vorbereitete Präsentationen über die Geschichte des Konzentrationslagers, die Rolle der Sowjetunion sowie über die heutige Gedenkstätte. Anschließend sahen wir einen Film mit Zeitzeugenberichten ehemaliger Häftlinge. Die persönlichen Schilderungen machten das Ausmaß der Grausamkeit und Unmenschlichkeit dieses Ortes besonders deutlich und hinterließen einen tiefen Eindruck. Anschließend erkundeten wir das Gelände eigenständig mithilfe von Audioguides. Wir besichtigten unter anderem die Überreste des Lagers, das Krematorium sowie eine Ausstellung über die Geschichte und eine Kunstausstellung. Besonders erschütternd waren persönliche Gegenstände wie Kleidung, Schuhe, darunter auch Kinderschuhe, sowie Briefe und Dokumente. Diese Exponate machten deutlich, dass hinter den historischen Zahlen individuelle Schicksale standen.

 

Der Besuch war emotional sehr belastend, zugleich jedoch äußerst wichtig und lehrreich. Gegen frühen Nachmittag traten wir die Rückfahrt an und erreichten gegen 17:45 Uhr wieder unsere Schule.

 

Die Exkursion nach Weimar und zur Gedenkstätte Buchenwald war eine sehr eindrucksvolle und prägende Erfahrung. Weimar ist eine wunderschöne und historisch bedeutende Stadt, die für deutsche Kultur und Literatur steht. Umso erschreckender ist der Kontrast zwischen diesem kulturellen Erbe und den nationalsozialistischen Verbrechen, die sich nur wenige Kilometer entfernt in Buchenwald ereigneten.

 

Der Besuch der Gedenkstätte war emotional herausfordernd, aber äußerst wichtig. Geschichte nicht nur im Unterricht zu behandeln, sondern sie an einem authentischen Ort zu erleben, vermittelt ein viel tieferes Verständnis. Trotz der bedrückenden Eindrücke bin ich dankbar für diese Erfahrung und halte solche Exkursionen für sehr wertvoll.

 

Sina Hekter Q2

Islam, Christentum und Religionen im Vergleich - Ein Bericht aus unserer Vortragsreihe "Freudenberger Gespräche" (03.12.2025)

Am 3. Dezember 2025 fand im Rahmen der Freudenberger Gespräche ein interreligiöses Podiumsgespräch für die Jahrgangsstufen 11 bis 13 statt. Zu Gast waren Pater Antony Padamattumal Ocram als Vertreter des Christentums und der islamische Theologe Mehmet Genç.

 

Die Moderatoren der Q2 führten durch das Gespräch und stellten Fragen, die zuvor von der gesamten Stufe erarbeitet wurden. Im Mittelpunkt standen gemeinsame Werte beider Religionen, Missverständnisse und Vorurteile sowie die Frage, was Christentum und Islam im Kern verbindet.

 

Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung der Nächstenliebe und der respektvolle Umgang mit allen Menschen. Das Gespräch regte viele Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken und Weiterdiskutieren an.

Bericht zur Filmvorführung "Jud Süß" (19.11.2024)

Der Film Jud Süß ist ein antisemitischer Propagandafilm aus der Zeit des Nationalsozialismus, der 1940 unter der Regie von Veit Harlan veröffentlicht wurde. Er gehört zu den bekanntesten Filmen des Dritten Reiches und diente der gezielten Verbreitung von antisemitischer Hetze. In der Handlung wird die jüdische Hauptfigur Joseph Süß Oppenheimer als hinterlistig und korrupt dargestellt, um antijüdische Vorurteile zu schüren und die Diskriminierung von Juden zu rechtfertigen. Der Film steht heute als Mahnmal für die perfide Macht der Propaganda und die Rolle der Kultur in totalitären Regimen.

 

Am Dienstag, den 19. November 2024, haben wir gemeinsam mit unserer Q2 Jud Süß im Rahmen einer schulischen Veranstaltung gesehen. Die Vorführung war eingebettet in ein pädagogisches Konzept, das uns helfen sollte, die Manipulationstechniken und die gefährliche Wirkung von Propaganda besser zu verstehen.

 

Unsere Schule entschied sich bewusst für diese Veranstaltung, um uns als junge Generation für die Mechanismen von Vorurteilen und Hass zu sensibilisieren. Ziel war es, uns zu zeigen, wie manipulative Medien genutzt werden können, um ganze Gesellschaften zu beeinflussen, und uns die Bedeutung von kritischem Denken vor Augen zu führen.

 

Im Anschluss an den Film fand eine ausführliche Diskussion statt, bei der wir die propagandistischen Inhalte analysierten und ihre historischen wie auch aktuellen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft besprachen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, historische Propaganda zu erkennen und kritisch zu hinterfragen, um aus der Vergangenheit zu lernen und ähnliche Manipulationen in der Gegenwart zu vermeiden.

 

Die Filmvorführung und die anschließende Auseinandersetzung haben uns gezeigt, wie gefährlich Vorurteile und Feindbilder sind, wenn sie durch gezielte Propaganda geschürt werden. Die Veranstaltung war ein eindrucksvolles und lehrreiches Erlebnis, das uns dazu angeregt hat, achtsamer mit Informationen umzugehen und uns aktiv gegen Diskriminierung und Hass einzusetzen.

 

Stufenfahrt nach Prag (26.09.2024)

"Ahoj" – so begrüßt man sich in Tschechien. Diese Begrüßung lernten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 auf ihrer Reise nach Prag vom 26.08.2024 bis zum 30.08.2024 kennen.

Am Montagmorgen ging es um 7 Uhr von der Schule aus los, mit Prag als Ziel. Nach einer langen Fahrt von neuneinhalb Stunden erreichte die Gruppe die tschechische Hauptstadt. Nach dem Einchecken im Hotel stand abends ein wohlverdientes gemeinsames Abendessen in der Stadt auf dem Programm.

Am Dienstag führten zwei Stadtführerinnen die Gruppe zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten, darunter die Karlsbrücke und der Altstädter Ring. Nach der geführten Tour erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Stadt eigenständig. Der Abend klang mit einer Schifffahrt auf der Moldau aus: Bei einem Buffet und musikalischer Begleitung genoss die Gruppe die letzten Sonnenstrahlen des Tages.

Der Mittwoch stand den Schülerinnen und Schülern zur freien Verfügung, um Prag nach ihren eigenen Wünschen zu erkunden.

Am Donnerstag besuchte die Gruppe die kleine Festung Theresienstadt sowie das Ghettomuseum. Trotz der bedrückenden Geschichte des Ortes und den heißen Temperaturen war es ein eindrucksvoller und lehrreicher Ausflug.

Die Reise endete am Freitag, als die Gruppe gegen 17 Uhr wieder an der Schule eintraf.

Leben in der DDR - ein Zeitzeuge berichtet (06.07.2024)

Ein Bericht aus unserer Veranstaltungsreihe "Freudenberger Gespräche"

Am Donnerstag, dem 27. Juni 2024, war der DDR-Zeitzeuge Andreas Herzog zu Gast bei unserer Ver­anstaltungsreihe Freudenberger Gespräche. Er berichtete in einem Podiumsgespräch über seine Kindheit in der DDR und über die Planung seiner Flucht, die letztlich zu seiner Verhaftung und zur Ver­urteilung zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft wegen Fahnenflucht und Spionage geführt hat.

 

Zu Beginn erfolgte eine thematische Einführung in das 7. Freudenberger Gespräch, in der vor allem auf die Entstehung der DDR und die Ideologie, die sie verfolgte, eingegangen wurde. Für ein umfas­senderes Bild wurde auch eine Bewertungsbilanz zu verschiedenen Aspekten der DDR, wie z.B. die Beschäftigung, der Leistungssport oder die Kinderversorgung, vorangestellt. Anschließend wurde unser Gast auf die Bühne gebeten und von Lea Weber und Joel Bäumer, Schüler der Jahrgangsstufe 12, in einem Podiumsgespräch interviewt.

 

Der 1958 geborene Andreas Herzog berichtete von seiner erfüllten Kindheit in der DDR, seinem Schul­leben als junger Pionier und später als Mitglied in der Freien Deutschen Jugend (FDJ). Er besuchte den außerschulischen Religionsunterricht, wurde konfirmiert, nahm aber auch an der Jugendweihe teil, was recht ungewöhnlich war. Mit der Aussage, er wäre „zweisprachig“ aufgewachsen, verdeutlichte er, dass zu Hause anders als in der Öffentlichkeit gesprochen wurde. Er erzählte von seinem geplan­ten Fluchtversuch, dem anschließenden Gefängnisaufenthalt und davon, wie er nach Verbüßung der Haftstrafe zunächst wieder in die DDR entlassen wurde. Durch fortlaufende Antragstellung auf Über­siedlung in die BRD wurde ihm diese mit Aberkennung der DDR-Staatsbürgerschaft im August 1984 gewährt.

 

Im Vergleich zu seinen früheren Erlebnissen wurde er auch mit aktuellen Themen, wie der Diskussion um die Wiedereinführung des Wehrdiensts und der heutigen Kriegssituation in der Ukraine, konfron­tiert. Herr Herzog beantwortete alle Fragen verständlich und vor allem ehrlich. Geprägt durch die DDR und seine eigenen Erfahrungen mit dem Wehrdienst hat Herr Herzog kein Verständnis für die aktuellen Kriege und den politischen Rechtsruck in der Europäischen Gemeinschaft. Zu seinem Wehrdienst als Zeitsoldat hatte er sich verpflichtet, um studieren zu können. Das wurde ihm jedoch verweigert, als er erklärte, im Anschluss nicht für die Stasi arbeiten zu wollen.

 

Auch das Publikum wurde in das Gespräch einbezogen, konnte Originalteile der Berliner Mauer, die für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt wurden, berühren und selbst persönliche Fragen an Herrn Herzog stellen.

 

Herr Herzog gab als jemand, der selbst in der DDR gelebt hat, einen guten Einblick in das Leben und das System und sorgte mit interessanten Antworten für eine spannende und lehrreiche Veranstaltung.


Bei den Freudenberger Gesprächen handelt es sich um eine Veranstaltungsreihe, die mehrmals im Jahr Podiumsgespräche zu gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Themen anbietet. Dabei werden Gäste aus der Region und ggf. darüber hinaus eingeladen, um mit ihnen zu diskutieren. Die Freudenberger Gespräche wurden von Ferdi Heimel gegründet.



Feierliche Zeugnisübergabe des dritten Abiturjahrgangs (30.06.2024)

Am vergangenen Freitag fand die dritte feierliche Abiturvergabe der Esther-Bejarano-Gesamtschule auf der Freilichtbühne in Freudenberg statt. Inmitten der malerischen Kulisse des aktuellen Theaterstücks Dr. Dolittle und bei strahlendem Sonnenschein wurden insgesamt 30 Abiturientinnen und Abiturienten für ihren erfolgreichen Schulabschluss geehrt.

 

Die Veranstaltung begann mit einem Auftritt der Stufenleitung, gefolgt vom feierlichen Einlauf des gesamten Jahrgangs, welche durch die Drehelemente auf der Freilichtbühne vor das Publikum traten. Die frisch gebackenen Abiturienten Louisa Schmidt und Lukas Winkel moderierten die Veranstaltung mit viel Charme und Elan und führten die eingeladenen Eltern, Geschwister, Freunde und Lehrkräfte durch ein abwechslungsreiches Programm.

Nach dem Einlauf begrüßte Schulleiter Reto Stein die Anwesenden herzlich und lobte die Schülerinnen und Schüler für ihre Leistungen, vor allem im Kontext von am Ende der Grundschulzeit ausgesprochenen Empfehlungen, die bei den meisten Richtung Realschule deuteten, aber vom diesjährigen Abiturjahrgang bei weitem übertroffen wurden. Mit einem Zitat der Anthropologin Margaret Mead „Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann. Tatsächlich ist dies das Einzige, was je die Welt verändert hat“, ermutigte er die Abiturientinnen und Abiturienten Neues zu wagen und mutig zu sein.

 

Anschließend ergriff Bürgermeisterin Nicole Reschke das Wort. Sie betonte die Wichtigkeit von Engagement und Zusammenhalt in der Gemeinschaft, dies sehe man zum Beispiel an der Freilichtbühne in Freudenberg. Viele Menschen arbeiteten ehrenamtlich und investierten viel Zeit, um dieses Projekt am Laufen zu halten und jährlich wiederholt auf die „Bühne zu stellen“. Sie wünschte den Abiturienten viel Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg.

 

Ein besonderes Highlight der Feier war der Gesang von Ally Bäumer, die im letzten Jahr ihr Abitur abgelegt hatte und mit dem Lied Stay von Rihanna für emotionale Momente sorgte.

Im Anschluss schwelgten Oberstufenleiter Martin Link sowie die Stufenleiter des diesjährigen Q2-Jahrgangs in Erinnerungen an gemeinsame Unternehmungen der letzten drei Jahre. Dabei kamen amüsante Anekdoten von der Stufenfahrt nach Prag oder der Einführungswoche zu Beginn der Oberstufe zum Vorschein.

 

Vor der offiziellen Vergabe der Zeugnisse würdigte der Förderverein die besten Abschlüsse, aber auch die größten Fortschritte in Bezug auf das Erreichen des Abiturs sowie soziales Engagement. So kam es schließlich dazu, dass 30 Abiturienten mit Zeugnissen und Blumen in der Hand letzte Gruppenfotos auf der Bühne machten, mit Familie und Freunden auf ihren Erfolg anstießen und ihren Abiball in der Bismarckhalle in Weidenau bis tief in die Nacht feierten.

 

Unsere Abiturientinnen und Abiturienten in diesem Jahr sind:

 

Mira Ackermann, Jonathan Beck, Lotta Emily Bender, Enya Böhm, Paulina Elise Bugge, Adrian Bunse, Zoe-Noelle Dornseifer, Nina Gonschior, Anna Hämmerling, Franziska Hebel, Fabian Kalke, Julian Krebs, Vivienne Marie Kricke, Philipp Löffler, Johanna Löw, Emily Mockenhaupt, Fauzi Mohamed, Mario Sänger, Sarah Schäfer, Josefine Ines Schlechtinger, Louisa Schmidt, Philipp Silbernagel, Jula Meret Thiemann, Annina Sophie Tröster, Sina Uebach, Verena Volk, Louis Connor Weber, Lukas Winkel, Jan-Louis Wirth, Emely Wörner

Bauer(n) im Dialog: Herausforderungen einer zukunftsfähigen Landwirtschaft - Florian Stücher zu Gast bei den "Freudenberger Gesprächen" (06.05.2024)

Florian Stücher, 2. Vorsitzender der Kreisbauernschaft Siegen-Wittgenstein und Mitinhaber des Irlenhofes in Kreuztal, stellte sich am Mittwoch, den 24.04.24 den Fragen von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe. Thematisiert wurden die Bauernproteste der letzten Monate sowie die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft.

 

Mit einer kurzen thematischen Einführung zu den Hintergründen der Bauernproteste und einer Vorstellung von Herrn Stücher und dem Irlenhof wurde das sechste Freudenberger Gespräch eingeleitet. Donia Aouadhi und Sophie Hoof, Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12, befragten Herrn Stücher zu seiner Tätigkeit als 2. Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Siegen-Wittgenstein und seiner Meinung über die Bauernproteste. Der gelernte Metzger, der seit 2019 auf dem elterlichen Betrieb des Irlenhofs arbeitet, beantwortete die Fragen der Schülerinnen verständlich und nachvollziehbar. Durch seine Arbeit auf dem Hof sind nicht nur ihm immer mehr bürokratische Hürden und ein Vertrauensverlust der Politik gegenüber den Landwirten aufgefallen. Diese Probleme führten beispielsweise auch dazu, dass der ökologische Landbau durch zu viele Auflagen extrem erschwert wurde.

Viele Landwirte sähen keine Perspektive mehr in der Landwirtschaft und wollten mit den Protesten auf ihre existenzbedrohenden Probleme aufmerksam machen. Er sei froh, dass die Probleme angesprochen würden, halte aber nichts von Aktionen, bei denen z.B. Wirtschaftsminister Robert Habeck am Verlassen einer Fähre gehindert werde – das löse das Problem nicht. Durch die Proteste erhoffe er sich eine Entbürokratisierung der Landwirtschaft und mehr Vertrauen in die Landwirte. Auf die Frage, wie er sich die Landwirtschaft der Zukunft vorstelle, antwortete er, dass die Landwirte in Zukunft hoffentlich ohne Subventionen wirtschaften können und die Landwirtschaft wieder kleinstrukturierter werde.

 

Nach dem Podiumsgespräch folgte ein lebendiger Austausch mit dem Publikum.

 

Durch die ehrlichen und interessanten Antworten von Florian Stücher auf alle Fragen der Schülerinnen und Schüler wurden aktuelle Themen rund um die Landwirtschaft für die Zuhörer greifbarer und die Anliegen der Landwirte sowie die Gründe für die Proteste deutlich.


Bei den Freudenberger Gesprächen handelt es sich um eine Veranstaltungsreihe, die mehrmals im Jahr Podiumsgespräche zu gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Themen anbietet. Dabei werden Gäste aus der Region und ggf. darüber hinaus eingeladen, um mit ihnen zu diskutieren. Die Freudenberger Gespräche wurden von Ferdi Heimel gegründet.



Einladung zum 6. Freudenberger Gespräch (22.04.2024)

Zu unserer Veranstaltungsreihe Freudenberger Gespräche wird in dieser Woche Florian Stücher, Landwirt aus Kreuztal, zu Gast sein, um mit uns über die Demonstrationen und die Situation der Landwirte zu sprechen.

"Woyzeck" im Theater Lennestadt (24.09.2023)

Am Montag, den 18.09.2023 besuchte die gesamte Jahrgangsstufe der Q2 das Theater in Lennestadt. Ziel war die Inszenierung des Dramenklassikers "Woyzeck" von Georg Büchner aus dem Jahr 1879 durch das Westfälische Landestheater.

 

Das nie fertig gestellte Dramenfragment aus der literarischen Epoche des Vormärz zählt zu den einflussreichsten Dramen der deutschen Literatur und ist Bestandteil des Abiturs 2024 im Fach Deutsch. Die moderne Interpretation des Stücks sorgte für Diskussionsstoff unter den Schülerinnen und Schüler, da sich das Schauspiel oft vom Original unterschied. Sowohl der Leistungs- als auch der Grundkurs blicken zufrieden auf den unterhaltsamen und spannenden Abend zurück, da insbesondere die schauspielerischen Leistungen überzeugten.


Microphone Mafia und Bejarano – Konzert und Lesung für die Oberstufe der EBEGE (07.09.2023)

Auf ihrer 15-jährigen Jubiläumstour besuchten Microphone Mafia und Joram Bejarano am gestrigen Vormittag die Esther-Bejarano-Gesamtschule in Freudenberg, um gemeinsam mit der Oberstufe in einer Lesung und einem Konzert an ihre „Mutti“ zu erinnern. Auf Deutsch, Türkisch, Italienisch, Jiddisch und Hebräisch brachten sie ihre Botschaft Nie wieder Krieg den jungen Erwachsenen näher, nachdem sie am Abend zuvor schon im Vortex in Weidenau auftraten.

 

Während der ca. 45-minütigen Lesung beschrieb Esther Bejaranos Sohn Joram ihren musikalischen Lebensweg – vor, während und nach der NS-Diktatur. Dabei ging er zunächst auf die Kindheit seiner Mutter, ihren musisch orientierten Unterricht für jüdische Kinder, ihr Klavierspiel und ihre Liebe zum Theater und zu klassischen Gesangsstücken ein. Als sie im Alter von 18 Jahren in Güterwaggons im KZ Auschwitz-Birkenau ankommt, rettet die Mitgliedschaft in einem Orchester ihr Leben. Sie lernt, Akkordeon zu spielen, obwohl sie nur die Tasten kennt. Die Bedienung der Knöpfe bringt sie sich selbst bei. Esther Bejarano spielt an der Rampe, wenn neue Häftlinge ankommen, wenn diese abtransportiert werden und zum morgendlichen Appell – „Sie leidet stumm.“

 

Auch nach der NS-Zeit verfolgt Esther Bejarano, damals noch Loewy, ihren Gesangswunsch – aber in Israel, wo sie später auch heiratet und gemeinsam mit Nissim Bejarano zwei Kinder bekommt. Sie arbeitet anschließend als Musiklehrerin und unterrichtet die Blockflöte.

 

Als sie im Jahr 1960 in die Bundesrepublik zurückkehrt, erlebt sie in den Folgejahren immer wieder rassistisch geprägte Vorfälle, die sie in ihrer antirassistischen Haltung bestärken. Währenddessen tritt sie mit ihrer Tochter oder auch solo auf und setzt kontinuierlich musikalische Zeichen gegen rechts. Im Jahr 1982 steht sie mit der Initiative Künstler für den Frieden und Sängern wie Miriam Makeba oder Udo Lindenberg auf der Bühne.

 

Im Jahr 2007 nimmt schließlich der Rapper Kutlu Yurtseven von Microphone Mafia Kontakt zu ihr auf, um zunächst Projekte gegen rechts zu unterstützen. Obwohl Esther Bejarano zunächst keinen Kontakt zur „Mafia“ möchte, werden aus ihrer Begegnung letztendlich über 900 Konzerte und drei Alben, auf denen Bejarano bis zu ihrem Tod im Juli 2021 singt und vorliest.

 

Im Anschluss an die Lesung, die Joram Bejarano gemeinsam mit seiner Frau verfasst hatte, begann der musikalische Teil der Veranstaltung.

Rapper Kutlu Yurtseven am Mischpult und Joram Bejarano am Bass spielten verschiedene Stücke der Microphone Mafia, häufig unterstützt durch Einspielungen von Esther Bejaranos Stimme. Dabei berichtete Yurtseven über gemeinsame Reisen der Band nach Kuba, die verschiedenen Glaubensrichtungen innerhalb der Band, die nie eine Rolle zwischen ihnen spielten und seine eigenen Erfahrungen mit Rassismus. Er appellierte daran, den Menschen kennenzulernen und nicht dessen Nation oder Religion. Er erinnerte auch daran, wohin übertriebener Nationalstolz führen kann, und regte die Jugendlichen dazu an, mit eventuell vorhandener Wut – „alle Jugendlichen haben Etwas, auf das sie wütend sein können“ – kreativ umzugehen.

 

Durch Musik, Geschichte, Familie und Freunde konnte unserer Schulgemeinde der Mensch Esther Bejarano wieder etwas nähergebracht und ihr Andenken gewahrt werden. Für die Oberstufenschülerinnen und -schüler der Esther-Bejarano-Gesamtschule war diese kurzweilige Veranstaltung eine weitere Möglichkeit, die immer noch neue Namensgeberin ihrer Schule besser kennenzulernen.


Herzliche Einladung zur fünften Veranstaltung unserer Reihe „Freudenberger Gespräche“! (20.08.2023)

Am Mittwoch, den 23.08.2023 wird Kutlu Yurtseven, Gründungsmitglied der Band Microphone Mafia und musikalischer Weggefährte unserer Namensgeberin, bei uns zu Gast sein und über seine Musik, sein Leben und seine Auftritte mit Esther Bejarano berichten. Wir freuen uns schon sehr auf seinen Besuch!

Zweites Abitur an der EBEGE (21.06.2023)

Auch der zweite Abiturjahrgang der Esther-Bejarano-Gesamtschule erhielt am vergangenen Freitag bei herrlichem Wetter und inmitten der Robin Hood-Kulisse der Freilichtbühne Freudenberg seine lang ersehnten Abiturzeugnisse.

 

Schon der Auftakt der Veranstaltung versprach so einiges, als die Moderatoren Stella Gieseler und Till Köhler ihre Mitabsolventinnen und Mitabsolventen sowie ihre Stufenleiter zum 90er-Song Gangsta’s Paradise von Coolio aus einem Käfig in die Freiheit bzw. auf ihre Plätze im Publikum entließen.

 

Es folgten Reden von Schulleiter Reto Stein und Bürgermeisterin Nicole Reschke, die die Leistungen der Schülerinnen und Schüler lobten und sie mit den besten Wünschen für ihre Zukunft verabschiedeten. Stufensprecherin Ally Bäumer ließ ihren Jahrgang in gemeinsamen Erinnerungen schwelgen: vom Online-Unterricht im Bademantel bis hin zu Referaten, die eine Stunde vor Abgabeschluss fertig wurden. Auch Abteilungsleiter Florian Kraft blickte auf seine schönsten Momente mit der Stufe zurück.

Musikalisch sorgte die Abiturientin Kim Leonie Kühnle mit dem Song Daylight von David Kushner für besonders nachdenkliche und melancholische Momente. Etwas rockiger ging es bei der Schulband endlesscure zu, die Walking on Sunshine und ihren ersten selbstgeschriebenen Song Bad Feeling zum Besten gab.

Die Stufenleiter Melanie Hoffmann und Martin Link erinnerten an gemeinsame Momente mit ihrer Stufe, angefangen von der EF, über die LK-Wahlen in der Q1 bis hin zur Abschlussfahrt nach Kroatien in der Q2. Dabei kamen auch die interessantesten und kreativsten Entschuldigungen der Schülerinnen und Schüler – natürlich anonym – zum Vorschein. Vom Zuhausebleiben aufgrund von „nass werden“ im Schneechaos bis hin zu schweren Folgeerkrankungen in der Superbowl-Nacht - der Kreativität in den Entschuldigungen der frisch gebackenen Abiturientinnen und Abiturienten waren keine Grenzen gesetzt. Die Stufenleiter Frau Hoffmann und Herr Link nahmen die Entschuldigungen natürlich auch so an, glaubten ihnen aber kein Wort.

Bei der Übergabe der Abiturzeugnisse wurden die besten Leistungen in den Fächern Philosophie, Mathematik und Chemie geehrt. Der Förderverein der Gesamtschule ehrte die besten Abschlüsse. Insgesamt erhielten 41 Schülerinnen und Schüler das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife.

 

Am Abend feierten die Abiturientinnen und Abiturienten gemeinsam mit Eltern, Lehrern und Freunden ihren Abiball in der Stadthalle in Betzdorf.

 

Unsere Abiturientinnen und Abiturienten im Jahr 2023 sind:

Yannic Albrecht, Moritz Alt, Nour Aouadhi, Melina Aufermann, Celine Aufermann, Luisa Maria Bähner, Alyah Cecilia Bäumer, Luca Joel Bäuml, Gerrit Mark Berger, Felix Bracht, Samira Breuer, Milena Bunt, Leonie Dittmann, Justin Noel Ernemann, Katharina Fedorov, Stella Gieseler, Joline Goebel, Beyza Gül, Duygu Gül, Marie Hartmann, Sinah Victoria Heide, Tom Luca Hekter, Tobias Hoffmann, Sophie Kalender, Eileen Klein, Ruben Klein, Fabio Klein, Felix Knipp, Till Justin Köhler, Johanna Kröning, Kim-Leonie Kühnle, Marvin Moritz, Louis Mrozewski, Leah-Marie Orthen, Maja Röcher, Chantal Schwartz, Lukas Selter, Bernd Oscar Thein, Merle Charlotte Uebach, Leon Weber, Anna Sophie Ziegler

Herzliche Einladung zur vierten Veranstaltung unserer Reihe „Freudenberger Gespräche“! (03.05.2023)

Am Dienstag, den 09.05.2023 wird der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach zu Gast sein, um mit unseren Oberstufenschülerinnen und -schülern über seinen Einsatz im rheinischen Braunkohlerevier, den Abriss des Dorfes Lützerath und seine Sicht auf die Geschehnisse im Januar 2023 zu sprechen. Wir freuen uns schon sehr auf seinen Besuch an unserer Schule!

Welche Macht haben Medien? - Tim Plachner zu Gast bei den „Freudenberger Gesprächen“ (11.12.2022)

Tim Plachner, Ressortleiter der Sparte Lokales bei der Siegener Zeitung, stellte sich am Mittwoch den Fragen von Oberstufenschülerinnen und -schülern an der Esther-Bejarano-Gesamtschule zum Thema Investigativer Journalismus.

 

Plachner berichtete über seinen beruflichen Werdegang, seinen Arbeitsalltag und seinen bislang größten journalistischen Erfolg, zu dem er sogar im ersten Beitrag der 20 Uhr-Tagesschau interviewt wurde. Darüber hinaus sprach er auch über ein viel diskutiertes Thema, welches zuletzt lokal hohe Wellen geschlagen hatte – den Suizid des Stadtverordneten und Vorsitzenden des Heimatvereins Achenbach Günther Langer. In Verbindung mit seinem Tod standen zuvor Recherchen über Missbrauchsvorwürfe im Austausch gegen Visa-Erleichterungen im Raum, welche die Siegener Zeitung in einem Artikel vom 08. September 2022 veröffentlichte, allerdings ohne für Außenstehende konkretere Personenmerkmale der beschuldigten Person zu erwähnen. Sechs Tage nach der Veröffentlichung nahm sich Günther Langer das Leben.

 

Nahm die Zeitung lediglich ihre Rolle als vierte Gewalt im Staat wahr, indem sie über den Fall berichtete bzw. ihn aufdeckte oder trägt sie eine Mitschuld am Suizid von Günther Langer? Wo ist die Grenze zwischen investigativen Journalismus und der Verletzung des Persönlichkeitsrechts? Welche Verantwortung trägt ein Redakteur?

 

Diese Fragen bewegten auch die Schülerinnen und Schüler an der Esther-Bejarano-Gesamtschule. Tim Plachner beantwortete sie. Er berichtete von der monatelangen Recherche und von dutzenden Gesprächen mit Informanten, Zeugen und Opfern. 

 

Nach der Podiumsdiskussion folgte ein lebendiger Austausch mit dem Publikum.


Über die

Freudenberger Gespräche...

Bei den Freudenberger Gesprächen handelt es sich um eine Veranstaltungsreihe, die mehrmals im Jahr Podiumsgespräche zu gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Themen anbietet. Dabei werden Gäste aus der Region und ggf. darüber hinaus eingeladen, um mit ihnen zu diskutieren. Die Freudenberger Gespräche werden von der Esther-Bejarano-Gesamtschule gemeinsam mit Ferdinand Heimel gestaltet.



Herzliche Einladung zur dritten Veranstaltung unserer Reihe "Freudenberger Gespräche"! (04.12.2022)

Am Mittwoch, den 07.12.2022 wird um 14.30 Uhr Tim Plachner, Ressortleiter "Lokales" bei der Siegener Zeitung, zu Gast sein und mit den Schüler:innen unserer Oberstufe zum Thema "Investigativer Journalismus im Siegerland" diskutieren. Das Podiumsgespräch findet in unserer Schulaula statt, weitere Informationen sind dem Veranstaltungsflyer zu entnehmen.


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