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Exkursion nach Buchenwald

Am Mittwoch, den 11.02.2026, unternahmen wir als Jahrgangsstufe Q2, gemeinsam mit vielen freiwilligen Schülerinnen und Schülern der EF und der Q1, eine zweitägige Exkursion nach Weimar und zur Gedenkstätte Buchenwald. Die Fahrt wurde von Herr Mühlhaus organisiert und bot die Möglichkeit, uns intensiv mit dem Thema Zwangsarbeit und der Geschichte des Konzentrationslagers Buchenwald auseinanderzusetzen.

 

Wir trafen uns morgens um viertel nach acht an der Schule und starteten wenig später mit dem Bus in Richtung Weimar. Gegen frühen Nachmittag erreichten wir die Stadt. Nach unserer Ankunft bezogen wir zunächst unser Hostel. Danach trafen wir uns erneut und gingen gemeinsam zum Museum „Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“, das sich in unmittelbarer Nähe unserer Unterkunft befand. Da wir eine große Gruppe waren, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe besuchte das Museum, während die Andere an einer Stadtführung zum Thema Zwangsarbeit in Weimar teilnahm.

 

Während der Führung erkundeten wir trotz leichten Regens die Altstadt Weimars. Dabei erfuhren wir, dass nicht nur im Konzentrationslager Buchenwald, sondern auch direkt in der Stadt Zwangsarbeiter eingesetzt wurden, welche schwere körperliche Arbeit verrichten mussten. Besonders eindrucksvoll waren historische Bilder, auf denen die Kleidung der Zwangsarbeiter zu sehen war. Teilweise trugen sie ihre eigene Kleidung, da nicht genügend Häftlingskleidung vorhanden war. Im Verlauf der Führung kamen wir auch am Deutschen Nationaltheater vorbei, vor dem die bekannten Statuen von Goethe und Schiller stehen. Uns wurde erklärt, dass Weimar als Kulturstadt, die „Stadt der Dichter und Denker“, bekannt ist und auch bei den Nazis sehr beliebt war. Auch Adolf Hitler schätzte Weimar als kulturelles Zentrum und investierte in den Ausbau der Stadt. Gerade dieser Kontrast, zwischen kulturellem Erbe und den nationalsozialistischen Verbrechen in unmittelbarer Nähe, wirkt bis heute sehr bedrückend.

 

Nach der Führung trafen wir uns wieder mit der anderen Gruppe und kehrten anschließend ins Hostel zurück. Am Abend gingen einige von uns noch gemeinsam in ein italienisches Restaurant am Marktplatz essen. Danach ließen wir den Abend in der Stadt ausklingen, bevor wir später in unsere Unterkunft zurückkehrten.

 

Am nächsten Morgen räumten wir unsere Zimmer, frühstückten im Hostel und fuhren gegen halb zehn weiter zur Gedenkstätte Buchenwald. Dort angekommen, versammelten wir uns zunächst in einem Vortragsraum. Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte hielten vorbereitete Präsentationen über die Geschichte des Konzentrationslagers, die Rolle der Sowjetunion sowie über die heutige Gedenkstätte. Anschließend sahen wir einen Film mit Zeitzeugenberichten ehemaliger Häftlinge. Die persönlichen Schilderungen machten das Ausmaß der Grausamkeit und Unmenschlichkeit dieses Ortes besonders deutlich und hinterließen einen tiefen Eindruck. Anschließend erkundeten wir das Gelände eigenständig mithilfe von Audioguides. Wir besichtigten unter anderem die Überreste des Lagers, das Krematorium sowie eine Ausstellung über die Geschichte und eine Kunstausstellung. Besonders erschütternd waren persönliche Gegenstände wie Kleidung, Schuhe, darunter auch Kinderschuhe, sowie Briefe und Dokumente. Diese Exponate machten deutlich, dass hinter den historischen Zahlen individuelle Schicksale standen.

 

Der Besuch war emotional sehr belastend, zugleich jedoch äußerst wichtig und lehrreich. Gegen frühen Nachmittag traten wir die Rückfahrt an und erreichten gegen 17:45 Uhr wieder unsere Schule.

 

Die Exkursion nach Weimar und zur Gedenkstätte Buchenwald war eine sehr eindrucksvolle und prägende Erfahrung. Weimar ist eine wunderschöne und historisch bedeutende Stadt, die für deutsche Kultur und Literatur steht. Umso erschreckender ist der Kontrast zwischen diesem kulturellen Erbe und den nationalsozialistischen Verbrechen, die sich nur wenige Kilometer entfernt in Buchenwald ereigneten.

 

Der Besuch der Gedenkstätte war emotional herausfordernd, aber äußerst wichtig. Geschichte nicht nur im Unterricht zu behandeln, sondern sie an einem authentischen Ort zu erleben, vermittelt ein viel tieferes Verständnis. Trotz der bedrückenden Eindrücke bin ich dankbar für diese Erfahrung und halte solche Exkursionen für sehr wertvoll.

 

 

Sina Hekter Q2

 

 


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